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Stress einfach abschütteln? Fachbeitrag in "Der Heilpraktiker", Juli 2026 Juli 22, 2026

Stress einfach abschütteln? Was dran ist an Zittern, Schütteln & Co.

„Schüttle dich einfach aus, dann lässt der Stress nach.“ Vielleicht kennst du solche Selbstregulationstipps und -„Hacks“ aus Social Media?

Das klingt einfach und funktioniert auch bei den meisten – aber nicht bei allem Menschen und nicht zu jedem Zeitpunkt. Bei manchen Menschen und in einigen Situationen ist Vorsicht angebracht und eventuell auch therapeutische Begleitung. Es ist also – wie immer – ein differenzierter Blick gefragt!

In der aktuellen Ausgabe von „Der Heilpraktiker“ (Juli 2026), der Fachzeitschrift für Natur- und Erfahrungsheilkunde, habe ich mich genau mit dieser Frage auseinandergesetzt:

Was können körperaktivierende Selbstregulationsübungen wie Zittern und Schütteln – und wo liegen ihre Grenzen?

Unser Nervensystem ist klüger, als wir so denken. Unwillkürliches Zittern oder Schütteln ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein natürlicher Versuch des Körpers, überschüssige Stressspannung zu entladen und zurück in die Balance zu finden. Wir kennen das von Tieren oder Kindern, die nach einem Schreck erst wild umherlaufen, etwas zittern und sich schütteln … und dann bald fröhlich mit dem weitermachen, was sie zuvor beschäftigt hat, als wäre nichts gewesen.

Das bedeutet aber nicht, dass „einfach mal schütteln“ als bewusste Strategie zur Stressreduktion pauschal eine gute Idee ist. Denn ob das guttut oder das Nervensystem sogar komplett überfordert, hängt von der Vorgeschichte der Person und der Situation ab.

Relevant ist beispielsweise …

  • wie belastet das Nervensystem aktuell ist (chronischer Dauerstress reagiert völlig anders als eine akute Anspannung)
  • ob traumatische Vorerfahrungen im Spiel sind – hier braucht es unbedingt fachliche Begleitung (keine Selbstversuche!!!)
  • und wie achtsam, dosiert und sicher eine solche Übung angewendet wird (wichtig auch bei Neurodivergenz)

Kurz gesagt: Schütteln kann eine wertvolle Ressource sein. Es ist aber kein Trick, mit dem sich Stress „wegmachen“ lässt. Und es ist kein Ersatz für eine echte Auseinandersetzung mit dem, was jemanden chronisch unter Anspannung hält.

Warum das Thema relevant ist

In meiner Praxis erlebe ich häufig, wie sehr Menschen sich nach schnellen, einfachen Techniken sehnen, um ihren Stress zu reduzieren oder gar loszuwerden. Das ist sehr verständlich bei allem, was gerade an Anforderungen auf uns einprasselt.

Gleichzeitig sehe ich, wie wichtig es ist, den eigenen Körper und sein Nervensystem differenziert zu verstehen. Und Neues in einem sicheren Raum – etwa in professioneller Experten-Begleitung – achtsam kennenzulernen, statt jeden Life-Hack nach dem Motto „viel hilft viel“ auszuprobieren, als sei es eine neue Eissorte.

Genau darum geht es mir auch in meiner Arbeit – gleich ob als Heilpraktikerin für Psychotherapie oder als Resilienz-Mentorin und Coach: nicht „Funktionieren“ um jeden Preis, sondern Achtsamkeit und individuelle Stimmigkeit und Passung.

Mein Fachartikel „Schütteln bei Stress mit Hintergründen zum Thema, Studienverweisen und konkreten Einordnungen für Therapeut*innen ist erschienen in „Der Heilpraktiker“ (mgo Fachverlage), Ausgabe Juli 2026.

Wenn du Interesse hast, Selbstregulation wirklich zu verstehen und zu lernen, sie OHNE Druck einzuladen, kannst du das als „normalgestresster Mensch“ zum Beispiel in meinem Tagesworkshop „Achtsame Auszeit“, der regelmäßig in der Kloster-Oase in Bühl stattfindet.

Menschen, die eine traumatische Vorerfahrung haben, neurodivergent sind oder unsicher, ob solche Übungen für sie das Richtige sind, lege ich ans Herz, sich eine traumasensibel arbeitende Therapeutin oder Therapeuten von Ort zu suchen, um zu erforschen, wie auch ein chronisch daueraktiviertes Nervensystem in eine gute Selbstregulation zurückfinden kann. Wenn du in Bühl und Umgebung lebst, kann ich dich ggf. als Heilpraktikerin für Psychotherapie begleiten. Zum kostenlosen Orientierungsgespräch

GKV-Zitat Juli 18, 2026

Psychische Gesundheit ist keine reine Privatsache: Führung braucht Beziehungskompetenz

Im folgenden teile ich anlässlich der Verabschiedung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes im Juli 2026 meine Gedanken dazu – und zu Führung, Vertrauen und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Miteinander oder Gegeneinander: In was für einer Kultur möchten wir leben?

Das ist keine rhetorische Frage. Sie wurde sehr aktuell und konkret letzte Woche, als das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz verabschiedet wurde – trotz deutlicher Warnung vor den Folgen durch unzählige Experten aus der Versorgungspraxis.

Auch mich bewegt die Situation – obwohl ich als Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie nicht direkt betroffen bin, denn ich kann sowieso nicht mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

Doch zu mir kommen auch etliche Menschen, die dringend einen Therapieplatz brauchen und keinen finden. Ich höre teils von Wartezeiten von über neun Monaten! Das ist schlicht nicht zumutbar, wenn man in einer psychischen Krise steckt.

Zumal viele Menschen, gerade auch junge, sich eine selbst gezahlte Therapie nicht leisten können.Warten zu müssen verstärkt den Leidensdruck – und auch psychische Erkrankungen können chronifizieren.

Ich will gar nicht so sehr auf die Folgekosten eingehen, die das mit sich bringt. Nur einen Gedanken dazu: Ohne Frage – wir müssen sparen, doch ob dieses Gesetz wirklich Beiträge stabilisieren wird, ist ungewiss. Ansonsten zeichnet sich schon jetzt ab, dass es ziemlich viele andere Bereiche destabilisiert.

Eine Einordnung aus systemischer und bindungspsychologischer Sicht

Sie ist nicht nur politisch und gesellschaftlich relevant, sondern allgemein. Denn es sind Dynamiken, die auch im beruflichen Kontext, in Firmen und in Teams, auftreten.

Wir sind Beziehungs- und Sinnwesen. Niemand will anderen auf der Tasche liegen, sondern einen sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten.

Fürsorge, Teilhabe und Solidarität sind Kernwerte jeder Gemeinschaft

Wenn Menschen in psychischen oder anderen Belastungssituationen der Zugang dazu verwehrt oder entzogen wird, spart die Gemeinschaft nicht Geld, sondern kappt Vertrauen und Zusammenhalt.

Das geschieht in Firmen, wenn Mitarbeitern nahegelegt wird, „weniger krank zu sein“ oder trotz jahrelangem Dauerkrisenmodus und Stellenstreichungen die Einsatzbereitschaft doch bitteschön weiter zu intensivieren. Insbesondere, wenn Menschen nach einem Burnout plötzlich als „nicht mehr belastbar“ gelten – obwohl sie sich oft jahrelang über ihre Grenzen hinaus für die Gemeinschaft eingesetzt haben.

Etwas Ähnliches geschieht aber auch gesamtgesellschaftlich, wenn Menschen in einer vulnerablen Situation wie psychischer oder sonstiger gesundheitlicher Krise das Signal bekommen: Auf zeitnahe Unterstützung kannst du dich nicht mehr verlassen. Aber Beiträge zahlen musst du weiterhin. Und bitteschön: Reiß dich doch einfach mal zusammen und sei wieder produktiv.

Nun, psychische Gesundheit lässt sich nicht durch Disziplin und Willenskraft herstellen. (Als willensstarker Mensch, der selbst ein Burnout erlebt hat, würde ich heute aus fachlicher Sicht sogar sagen: im Gegenteil).

Und Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Sparen, sondern vor allem durch kluge Investitionen in zukunftsrelevante Bereiche. (Health vielleicht? Soll ein Future Market sein…)

Wie dem auch sei:

Psychische Gesundheit ist keine reine Privatsache, sondern eine (Selbstführungs-)Kompetenz UND eine soziale Aufgabe

Es ist Pflicht der Solidargemeinschaft, Menschen in solchen Situationen zu unterstützen. Und zwar auf eine Weise, die nicht beschämend, stigmatisierend oder bedrängend ist, sondern wertschätzend und ermächtigend.

Manche Menschen haben es schwerer als andere, ganz ohne eigenes Verschulden. Und nein, das sind nicht „die anderen“: Fast jeder von uns erlebt Phasen im Leben, in denen die Lebensfreude und der Lebenssinn abhanden kommen.

Tatsächlich können wir aus Krisen, auch psychischen, die sinnorientiert bewältigt wurden, viel lernen – und das kommt auch der Gesellschaft wieder zugute.

All diese Aspekte scheinen bei der Entscheidung fürs GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kaum berücksichtigt worden zu sein.

Und es wird auch in Krisen-Maßnahmen und -Kommunikation in Organisationen meist ausgeblendet:
„Was kostet eigentlich ein indirekt aufgekündigter Gemeinschaftsvertrag?“

Zu Führung – gleich auf welcher Systemebene – gehören nicht nur Durchsetzungskraft und Nüchternheit, sondern auch Verbindlichkeit, wertschätzende Beziehung, Fürsorge und ein verantwortungsvoller Blick auf die langfristigen, gesamtsystemischen Folgen.

Vermeintlich rein sachliche Top-Down-Führung kann das Miteinander und Vertrauen in einer Gemeinschaft erschüttern. Die Folgekosten davon lassen sich gar nicht beziffern, denn es trifft den Kern der Gemeinschaftsunternehmung.

Eine zukunftsorientierte Miteinander-Kultur lässt sich dabei genauso wenig wie Gesundheit per Ansage herstellen. Taten sprechen deutlich lauter als Worte – auch das ist eine wichtige Perspektive aus der Psychologie.

Irgendwas scheint verrutscht zu sein in unserem Gemeinschafts-Wertegefüge

Wie kommen wir da wieder raus, in Richtung konstruktive Lösung und vor allem: Verbundenheit?

Vielleicht über einen problemwertschätzenden Gedanken?

Wer unter dauerhaftem Entscheidungsdruck und Stress steht, verliert leichter den Blick für langfristige Folgen und die Verbindung zu anderen.

Das gilt für Unternehmer*innen, für Führungskräfte und für Eltern – und selbstverständlich auch für Menschen, die politische Verantwortung tragen. Denn Führung verändert sich nicht dadurch, auf welcher Ebene sie stattfindet. Die psychologischen Grunddynamiken bleiben ähnlich und innere Führung beeinflusst äußere Entscheidungen…

Noch eine konstruktive Perspektive:

Aus der Bindungsforschung wissen wir, dass Beziehungen, die erschüttert wurden und dann eine echte Reparatur erleben, sogar gefestigt werden (Rupture & Repair). Insofern ist es wichtig und gut, dass ein lebendiger gesellschaftlicher Diskurs stattfindet. Dass wir weiterhin nach konstruktiven Lösungen suchen.

Vielleicht gibt es ja noch ungenutzte Ansätze, die die Versorgung der Gemeinschaft mit psychotherapeutischen Leistungen stützen. Zum Beispiel könnten Arbeitgeber hier eine größere Rolle als bisher übernehmen

Denn in der aktuellen Misere steckt noch eine wertvolle Erinnerung:

Psychische Gesundheit beginnt nicht mit Therapie, sondern viel früher!

🌿 Selbstführung, Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge

🌿 Selbstreflexion und die Bereitschaft, eigene Muster frühzeitig zu erkennen

🌿 Empathie und Wohlwollen – verbunden mit gesunden Grenzen und Selbstverantwortung

Die gute alte Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.

Doch sie reicht nicht.

Wir müssen auch handeln. Am besten früh … und werte-, gemeinschafts- und zukunftsorientiert.

Bewegt dich das Thema GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz auch?
Teile gerne deine Gedanken dazu – unten im Kommentarbereich oder gerne auch als Mail direkt an mich.

healthstyle-Magazin 3/26 mit Beitrag "in Vollzeit leben" von Cornelia Lichtner" Juni 9, 2026

Warum Work-Life-Balance kein sinnvolles Ziel ist

Wir planen, strukturieren, optimieren, rödeln, geben uns Mühe, uns abzugrenzen … und stellen fast, dass sich das Hamsterrad nur umso schneller dreht. Und das ist kein Zufall, sondern hat System.

Was, wenn die Jagd nach dem perfekten Zeitmanagement uns auslaugt? Wenn unser Versuch, dem Chaos des Lebens mit einem Schlachtplan entgegenzutreten, um es ein für alle Mal zu besiegen und wieder ein echtes Leben zu haben, genau die Illusion ist, die uns im Hamsterrad gefangen hält?

Warum intensives Zeitmanagement uns eher an den Kipppunkt als in die Work-Life-Balance bringt?

Nun, das Leben lässt sich nicht in Zeitslots aufteilen und managen. Und Erschöpfung entsteht nicht primär durch zu viel Arbeit, sondern vor allem durch die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen.

Bist du neugierig, welche „inneren Antreiber“ öfters mal die Führung übernehmen und nicht nur deinen Kalender, sondern dein Leben etwas zu sehr ausfüllen? Und wie bewusste Selbstführung und die Haltung „Ich bin CEO meines Lebens“ dagegen helfen?

Mein Gedanken dazu findest du im neuen healthstyle-Magazin (Ausgabe 3/2026) in meinem Beitrag „In Vollzeit leben„. Ich habe als Autorin schon ein Exemplar erhalten und kann sagen: Es ist ein sehr spannendes Heft mit vielen inspirierenden Artikeln rund um Gesundheit, Longevity und High Performance geworden!

healthstyle-Magazin 3/2026 - Beitrag "In Vollzeit leben" von Cornelia Lichtner
healthstyle-Magazin 3/26 mit meinem Beitrag „In Vollzeit leben“
Zitat von Cornelia aus Podcast mit Marwin Zander Mai 19, 2026

Achtsamkeit statt Hamsterrad: Podcast-Interview mit Marwin Zander

Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, mit Marwin Zander über ein Thema zu sprechen, das mich seit vielen Jahren begleitet – persönlich wie beruflich: Achtsamkeit. Das Gespräch ist jetzt zu hören in seinem Homöopathie-Podcast: „Achtsamkeit statt Hamsterrad: Wie präsent bist du wirklich?“ 

Wir sprachen unter anderem darüber,

  • warum gerade empathische Menschen Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren,
  • weshalb Stress nicht grundsätzlich schlecht ist … ausser, wenn es keine Pausen gibt,
  • woher der Stress wirklich kommt (Spoiler: meist nicht von außen),
  • warum viele Menschen dauerhaft im Funktionsmodus leben,
  • und weshalb Achtsamkeit wenig mit „Stillsitzen und Nichtsdenken“ und umso mehr mit Präsenz, Selbstwahrnehmung und Lebendigkeit im Alltag zu tun hat.

Außerdem geht es um Burnout, innere Spannung, Regeneration, Hochsensibilität, Selbstführung und die Frage, wie wir in einer reizüberfluteten Welt wieder stärker mit uns selbst in Verbindung kommen können.

Das komplette Interview findest du auf Marwins Website und auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie YouTube:

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Mehr Informationen

Viel Freude beim Hören!

Schreib mir gerne mal, welcher Gedanke aus dem Gespräch bei dir nachklingt.

Tipp: Wenn du keine Neuigkeiten verpassen willst, abonniere gerne meinen Newsletter.

Zitat von Cornelia aus Podcast mit Marwin Zander Mai 19, 2026

Achtsamkeit statt Hamsterrad: Podcast-Interview mit Marwin Zander

Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, mit Marwin Zander über ein Thema zu sprechen, das mich seit vielen Jahren begleitet – persönlich wie beruflich: Achtsamkeit. Das Gespräch ist jetzt zu hören in seinem Homöopathie-Podcast: „Achtsamkeit statt Hamsterrad: Wie präsent bist du wirklich?“ 

Wir sprachen unter anderem darüber,

  • warum gerade empathische Menschen Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren,
  • weshalb Stress nicht grundsätzlich schlecht ist … ausser, wenn es keine Pausen gibt,
  • woher der Stress wirklich kommt (Spoiler: meist nicht von außen),
  • warum viele Menschen dauerhaft im Funktionsmodus leben,
  • und weshalb Achtsamkeit wenig mit „Stillsitzen und Nichtsdenken“ und umso mehr mit Präsenz, Selbstwahrnehmung und Lebendigkeit im Alltag zu tun hat.

Außerdem geht es um Burnout, innere Spannung, Regeneration, Hochsensibilität, Selbstführung und die Frage, wie wir in einer reizüberfluteten Welt wieder stärker mit uns selbst in Verbindung kommen können.

Das komplette Interview findest du auf Marwins Website und auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie YouTube:

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