Jahresrückblick 2025: 365 Tage Neuland
War mein Jahr 2025 eine Expedition ins Unbekannte oder die Heimkehr nach einer langen Reise? Es hatte von beidem etwas und war zugleich ein Jahr des intensiven Neuverortens – innerlich und äußerlich. Jetzt zum Jahresende bin ich auf eine gute Weise müde und glücklich. Und sehr gespannt, was 2026 bringen wird. Ein paar Ideen habe ich da schon … und bin sicher, dass mir das Leben auch im kommenden Jahr seine ganz eigenen Pläne zeigen wird.
Meine Themen und Highlights in 2025
Gründen mit Plan – und Realitycheck
Der Anfang 2025 stand ganz im Zeichen meiner Gründung. Nachdem ich wenige Tage nach meiner bestandenen Heilpraktiker für Psychotherapie-Prüfung Ende November 2024 erfahren hatte, dass das Zeitfenster für die Beantragung eines Gründungszuschusses schon im Januar endet, gab ich Vollgas.
Die Hürden für den Gründungszuschuss sind ja zu recht hoch gelegt, die bürokratischen Hürden aber völlig unnötig. Und derer gab es viele. Meine Bewunderung vor Menschen, die in solchen Systemen arbeiten können, ohne wahnsinnig zu werden – und dabei noch hilfsbereit sind, ist immens.
Mein Gründungscoaching mit Christine Obercoxholt begann am 2. Januar und sie navigierte mich mit viel Ruhe, Geduld und Erfahrung durch die Komplexitäten einer sauberen Businessplanerstellung UND der Vollendung des Gründungszuschussantrags.
Und so startete ich am 28.1.2025 ins Abenteuer Selbständigkeit!

Abenteuerparcour zum Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit (BA)
Es sollte viele Wochen dauern, bis ich erfuhr, dass der Antrag genehmigt wurde. Die Streichung des Arbeitslosengeldes ging aber sofort. Über die Skurilitäten der BA-Bürokratie könnte ich ganze Bücher schreiben – hebe mir meine Energie aber lieber für Besseres auf. Im Übrigen lernte ich im Jahresverlauf, dass die Agentur für Arbeit im Vergleich zur Deutschen Rentenversicherung ein hochmodernes und schnelles Verwaltungssystem hat. Auch wenn offenbar manchmal Emails ausgedruckt, per Post verschickt und dann bei der anderen Geschäftsstelle wieder eingescannt werden.

Heimvorteil voll genutzt: 20 Jahre Berufserfahrung in Kommunikation und Marketing
Meine Aktivitäten in Sachen Sichtbarkeit, Blogging und Websiteausbau, Marketing, Newsletter, Networking, Webinare und Kursangebote – online und vor Ort-, Events & Speaking, PR, Social Media und LinkedIn, usw. waren intensivst. Zum Glück habe ich auch den Vorteil, Marketing Communications 20 Jahre lang beruflich gemacht zu haben.
Vom Gründen in der Wirtschaftsflaute
Erfahrung hin oder her: Die Welt, in der ich dieses Sichtbarkeits-Feuerwerk zündete, schein eine andere als zuvor zu sein. Das Jahr 2025 war für viele wirtschaftlich nicht einfach. Und auch nicht politisch, beruflich und vieles mehr. Von der totalen Contentschwemme durch KI mal abgesehen.
Es ist schwer zu erkennen, was der Schlüssel ist, wenn man mit lauter Unbekannten agiert und völliges Neuland betritt. Und so war ich mir, als lange GAR NICHTS passierte, durchaus unsicher, ob ich doch etwas falsch oder zu wenig machte. Oder ob es an der Positionierung, der Sichtbarkeit, dem Netzwerk, einem erschütterten Vertrauen der Menschen, der Reizüberflutung oder irgend etwas anderem lag.
Der langsame Aufschwung kam pünktlich zum Ende des Gründungszuschusses im Juli. Ich hatte mich entschlossen, viel Werbebudget in die Hand zu nehmen, um meiner lokalen Sichtbarkeit auf die Sprünge zu helfen – und tatsächlich: Schon bald fanden mich und meine Praxis in der Kloster-Oase in Bühl immer mehr Menschen! Und einige davon durfte ich in Folge in diesem Jahr auf ihrem Weg begleiten – als Heilpraktikerin für Psychotherapie und als Resilienz- und MBSR-Coach.

Meine berufliche Identität – neu und doch wie ein Fisch im Wasser
Ob eine „long and windung road“ wirklich dahin führt, wo man hin wollte, weiß man erst am Ende. Den Weg muss / darf man gehen. Das einzige, was hilft zu erkennen, ob es tatsächlich die richtige Strasse ist, ist die Intuition. Ein innerer Ruf, der immer wieder auftaucht. So war es auch bei mir.
Der Ruf, den ich – wie es sich gehört – mehrfach überging
Menschliche innere Prozesse und Entwicklung interessierten mich schon immer. Seit meinen frühen 20ern zog mich die Psychologie an. Zuerst aufgrund eigener Themen. Immer mehr dann aber auch aus zwischenmenschlicher, entwicklungsoptimistischer und gesellschaftlicher Sicht. Nach meinem Master-Abschluss der Literatur und Philosophie in 2001 wusste ich sehr wohl, dass ich eigentlich noch Psychologie studieren wollte und sollte. Aber ich wollte meinen Eltern nicht länger auf der Tasche liegen – und ehrlich gesagt auch genau so gerne beruflich Musik machen. Es kam anders und ich begann, im Bereich Medien zu arbeiten und fand mich schließlich in Corporate PR und Marketing wieder.
Ich hörte den Ruf, mich mit Psychologie zu beschäftigen, immer wieder. Und folgte ihm nicht, weil er nicht gangbar schien. Es brauchte ein Burnout mit tiefen Sinn- und Wertefragen in 2017, bis ich wirklich beschloss: Ich gehe den Weg. Es wurde der Weg als Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Zarte 24 Jahre vom ersten Ruf in 2001 bis zur Vollendung in 2025!
Mein langer Weg und seine Vollendung in 2025
Es war ein langer Weg vom Beschluss zur Praxiseröffnung in diesem Jahr. Ich lernte seit 2019 auf die Prüfung – zunächst begleitend zu meinem Fulltime-Job und anderen Themen wie Kinderwunsch und Pflege meines Vaters. Als ich Anfang 2024 meinen Job verlor, wusste ich: In dieser Herausforderung liegt die Chance, mit Vollgas zu lernen und die sehr anspruchsvolle Prüfung zu bestehen. Es gelang mir und ich erhielt vor gut einem Jahr, Ende November 2024, die Erlaubnis vom Gesundheitsamt Karlsruhe, als Heilpraktikerin für Psychotherapie tätig zu sein.
So konnte ich in 2025 tatsächlich einen langen Wegabschnitt beenden und einen neuen beginnen: Ich eröffnete meine Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie in der Kloster-Oase in Bühl. Dass Menschen, die auf ihrem Weg ein Stück weit Begleitung suchen, dies gerne mit mir tun, macht mich sehr erfüllt und dankbar.
Und ich? Lerne auf diesem Weg liebend gerne immer weiter.

Meine Liebe zu „Stiften“ – Sinnstiften und Schreiben
Ich fühle mich in dieser Rolle so zuhause und wohl, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Ja klar, vieles war und ist „neu“. Und zugleich fühle ich mich endlich angekommen bei dem, was ich im Grunde meines Herzens schon immer tun wollte: Sinn stiften, inspirieren, tief Zuhören, Möglichkeiten aufzeigen, Raum halten, Spiegeln und Ermutigen, wieder in Selbst-Wirksamkeit und Selbst-Führung begleiten – und so viel mehr!
Interessanterweise spüre ich genau dadurch, dass mein alter Beruf nie falsch war: Ich war wirklich mit Herzblut Kommunikatorin – und habe im Übrigen in 20 Jahren viel nützliches Wissen und wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mir auch jetzt helfen bei meiner Arbeit. Es ist wichtig, die moderne Business- und Arbeitsrealität intensiv von innen zu kennen!
Doch es ging mir schon immer um Empathie, echte Verbindung mit dem Wesentlichen und Lebens-Gestaltung mit Sinn.
So kann ich jetzt, parallel zur Arbeit mit meinen Klient:innen, meine Liebe zum Schreiben leben. So verbinden sich endlich meine vielfältigen Interessen und Passionen auf eine Weise, die ich mir am Anfang des Weges gar nicht hätte erahnen können!
Es ist eine beglückende Arbeitserfahrung – etwas, das ich jedem Menschen wünsche. Dass die eigene Arbeit und das eigene Wirken wirklich Sinn machen und gut zu uns passen.
Es braucht Mut und Beharrlichkeit, um den Weg zu gehen – aber es lohnt sich!

Onlinebusiness, wo bist du?
Trotz aller Bemühungen und Aktivitäten in diesem Jahr war alles, was ich online anbot, bislang „zäh“: Gleich ob Resilienz-Webinare, Einzelbegleitung oder Kurse zu Themen wie Achtsamkeit, Resilienz und Self-Leadership. Interesse war da, aber viele Menschen waren sehr zögerlich.
Das hat mich ehrlich überrascht. Denn das Online-Arbeiten mit Coach oder Mentor hat einige Stärken: zeitliche und örtliche Flexibilität, zum Beispiel, und dass man zu Spezialthemen genau passende Expert:innen finden kann.
Doch es gibt offenbar einiges an Verunsicherung durch unseriöse „Guru“-Online-Coaches. Viele Menschen sind wohl auch so reizüberflutet, dass sie sich, wo immer es geht, zurückziehen. Und die allgemeine Atmosphäre ist – gerade für feinfühlige und empathische Menschen – derzeit sehr verunsichernd.
Wem auch immer die Algorithmen dienen: Introvertierten und reflektierten Menschen eher nicht
Dazu kommt: Die Algorithmen treiben alles in Richtung Empörungs- und Sensationslogik. Beiträge, die anders sind – ruhiger und tiefer – werden in Social Media, im Netz, in den Nachrichten und sogar Newslettern weniger ausgespielt. Das befeuert eine tragische Dynamik!
Ich finde, es ist eine Sache großer Tragweite, wenn wir immer mehr „save spaces“ für echten Austausch verlieren, auch online. Die Einstiegshürde wird für kleine Anbieter immer größer – etwa für Selbständige und Solopreneur:innen, die mit viel Herzblut, Erfahrung und Wissen aber oft wenig Budget und Technikkapazität arbeiten.
Das begünstigt große Anbieter – von denen viele gute Arbeit machen, aber es eben leider auch einige schwarze Schafe gibt. Und es führt zur Verarmung des Angebots, wenn nur die ohnehin schon Großen und Bekannten diese Hürden noch bewältigen können.
Die Onlinewelt bietet wunderbare Möglichkeiten für persönliches Wachstum und Austausch
Man muss sie nur finden. Und / oder selbst gestalten.
Online-Spaces, die ich beispielsweise mag, weil sie menschenzentriert gestaltbar sind, sind für mich Blogs, geschützte und moderierte Portale und seriöse Medien und Magazine.
Und eben der 1:1 Austausch. Eine persönliche Zusammenarbeit lässt sich im Coaching oder Mentoring auch online ideal gestalten.
Ein Buch wird kommen (wie ich beim Schreiben eine Eingebung hatte)
Es war im Juni, als ich gerade – in der allerletzten Minute – einen Blogbeitrag für die Blogparade von Astrid Engels schrieb. Es geht darin um hochsensibles Scannertum und was meine Tricks und Tipps sind, trotz oder gerade MIT dieser Art der Neurodivergenz hochproduktiv zu sein – ohne Burnout.
Und als ich so im Flow tippend mitlas, was da aus mir herausfloss, war ich selbst ein wenig überrascht, dass da stand, ich wolle bald in Buch schreiben. Hüstel – konkret hatte ich geschrieben „in diesem Jahr“. (Du kannst es ja nachlesen, also bringt Vertuschen nichts).

Auch ein Buch hat seinen eigenen Weg & seine Timeline
Ich habe schon seit Jahren MEHRERE Buchideen in mir. Einige recht ausgereift und einige noch schemenhafter. Aber im Laufe des Jahres verdichtete sich etwas in mir und ein bestimmtes Thema fühlt sich „reif“ an: Stilles Leadership, von innen nach außen – und wie eine neue Art von Stärke und Wachstum in unser Leben und die Welt bringt. Stay tuned!
Überhaupt ist es mir eine riesige Freude, in diesem Jahr so viel geschrieben zu haben! Ich liebe das Schreiben. Schon als Kind wollte ich Autorin werden und mit Anfang 20 habe ich tatsächlich schon 2 Bücher geschrieben – beide allerdings (bislang) unveröffentlicht.
Schreibinspiration und so viel mehr: Meine TCS-„KollegInnen“
Meinen diesjährigen Schreibflow verdanke ich dabei im Wesentlichen Judith Peters und ihrer wunderbaren Blogging-Community „The Content Society! Eine meiner mutigen Entscheidungen gleich zu Jahresstart war, mit einem Jahresabo „all in“ zu gehen. Und es hat mich unglaublich bereichert – mit wertvollen und fundierten Tipps zum Bloggen, echten Schreibinspirationen und dem Kontakt mit wunderbaren anderen Bloggerinnen. Daraus sind echte Freundschaften entstanden!

Im Mai und Juni machten viele aus Judiths Community eine sogenannte Blogparade – einen Aufruf an andere Blogger:innen, zu einem bestimmten Thema Beiträge zu schreiben.
Ich machte, wie erwähnt, bei Astrids Blogparade mit. Und etliche Blogger:innen steuerten wunderbare Beiträge bei zu meiner Blogparade „Beruf und Berufung: 5 Dinge, die ich meinem jüngeren Ich gerne mitgeben würde“. Alle Beiträge findest du hier.
Tja, und nun also ein Buch. Bekanntermaßen ist nichts so unaufhaltsam wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
… Was mich zur nächsten Überraschung des Jahres 2025 führt.
Wie man seinen Algorithmus trainiert und in Folge auf den Hund kommt
Der Algorithmus ist schuld.
Da ich ja meine eigenen Coaching-Tipps (meistens) selbst befolge, nutze ich Instagram, das mich oft nervt, im Positiven gerne als Quelle für lustige und herzerwärmende Momente. Hundevideos, Kaninchenvideos, Katzenvideos, Babyelefantenvideos – und noch mehr Hundevideos. (Wahrscheinlich ein Glück, dass es mehr Kleintier- als Babyelefantenvideos waren – siehe unten).
Jedenfalls entstand im meinem Geist so nach und nach die Vorstellung, dass es doch total schön wäre, Abends auf der Coach eine Fellnase bei sich zu haben. Oder tagsüber, als Pausen- und Bewegungserinnerer. Einige meiner Klient:innen haben Haustiere und ich hörte mich mehrfach sagen, wie wunderbar das sei, um die Gesundheit auf vielen Ebenen zu fördern und etwa Coregulation zu erleben.
Ausnahmsweise DARAN mal nicht schuld: Der Algorithmus
Und ich weiß nicht, wie das passiert ist – daran ist der Algorithmus jedenfalls nicht schuld – ich war neulich auf der Website des Tierschutzvereins Baden-Baden. Und da war dieser kleine, weiße Hund. Ich machte die Seite schnell wieder zu. Aber genutzt hat das nichts. Denn der Kleine spukt nun seit Wochen in meinem Kopf herum.
Tja, ich habe inzwischen beim Tierheim angerufen. Ja, er ist noch zu haben. Ja, er ist wahrscheinlich Allergiker-verträglich. Und meine beste Freundin schlug vor, dass wir „einfach mal mit ihm spazierengehen“. Das haben wir gestern gemacht. Er ist schüchtern. Ich bin Hunde-unerfahren. Aber es war trotzdem schön. Mal schauen, was daraus wird.
Die Vernunft spricht klar dagegen. Stay tuned.
Epilog der Vernunft: Schlau, aber bekanntermaßen nicht die Entscheidungsinstanz
Übrigens, vor ca. 40 Jahren sagte meine Mutter ungefähr zu dieser Jahreszeit: „In den Kleinanzeigen steht, dass in Vimbuch kleine Häschen zu verschenken sind. Wollen wir sie mal anschauen gehen?“ Es kam, wie es kommen musste: Schluri und Blacky zogen bei uns ein und waren 12 und 13 Jahre Familienmitglieder.

Weitere schöne und besondere Momente in 2025
März 2025: Stand und Vortrag auf den Bühler Gesundheitstagen und Start in eigener Heilpraxis für Psychotherapie in der Kloster-Oase in Bühl




April 2025: Blogger:innen-Treffen von The Content Society von Judith Peters in Stuttgart und Tag der offenen Praxen in der Kloster-Oase




Mehr als 100 Menschen kommen, um das vielfältige Programm und die Kurzvorträge von uns Praxisinhaber:innen in der Kloster-Oase zu erleben.
Mai und August: Mal wieder auf Sylt – zwei Workations – einmal alleine, einmal zusammen mit meiner Mum – mit vielen kreativen Ideen (darunter das Buch)












September: Eine Einschulung & nachfolgende Intensivierung der Nachfrage nach mir als „Vorlese-Tante“

November 2025: Treffen mit Freunden in Braunschweig & Vortrag bei den Frauengesundheitstagen Offenburg




Herausforderungen in 2025
Damit kein falscher Eindruck entsteht: 2025 bestand bei mir keineswegs nur aus Highlights!
Es gab einiges, was schwierig und herausfordernd war:
- Gesundheitliche Probleme und Sorgen in der Familie: Bei mir selbst war es zum Glück nur eine gereizte Achillessehne, aber diese tat 4 Monate lang ziemlich weh. Was dazu führte, dass ich neben meiner eh schon vielsitzenden Tätigkeit mich noch weniger bewegte…
- Beschäftigung mit meinen Klient:innen-Themen: Menschen kommen zu mir, weil sie Schwieriges erlebt haben – und ja, das klingt oft tief nach. Das ist einerseits gut so, denn es hält achtsam, dass man nichts Kritisches übersieht. Doch zugleich ist es wichtig, es irgendwann auch innerlich loszulassen und wieder für die eigene innere Balance zu sorgen. Das ist für mich ein Lernprozess.
- Traurigkeit über das Gesundheitssystem, das so viele Menschen im Stich lässt: Manche Anrufer:innen berichteten mir von Wartezeiten bis zu einem Jahr für einen kassenerstatteten Therapieplatz! Das ist nicht zumutbar für Menschen in einer inneren Belastungssituation.
- Meine Finanzen waren im ersten Jahr Selbständigkeit ein Thema, das mich beschäftigte und auch zwischendurch immer mal wieder besorgte. Ich bin dankbar, dass ich die staatliche Unterstützung für den Start bekam. Und dass ich Monate der Flaute stemmen konnte. Unnötige Nervenkitzel waren dann plötzliche Beitragsforderungen der DRV über Tausende von Euro…
- Das weit verbreitete Phänomen der Unverbindlichkeit: Nicht nur einmal sind Menschen einfach nicht zum vereinbaren Ersttermin erschienen. Es ist ja ok, seine Meinung zu ändern oder dass etwas dazwischenkommt – aber einfach wegbleiben ist nicht OK.
- Irreführende Businesstipps: In meinem Optimismus über die Möglichkeiten des Onlinebusiness aufgrund meiner letztjährigen Erfahrungen bereits gedämpft, war ich doch in diesem Jahr nochmal überrascht, mit welcher Vollmundigkeit manche Experten bestimmte Wege anpreisen, die sie selbst nicht gehen und die so (nicht mehr) funktionieren.
… Und tatsächlich insgesamt etwas zu viel Arbeit
Auch wenn mir die Arbeit unglaubliche Freude und ein tiefes Sinngefühl bereitet: Es geht nicht nur um Freude oder nicht, sondern auch darum, ob es genug Regenerations- und Erfrischungsphasen gibt. Ob das Rad des Lebens rund läuft oder eckig, weil einige wenige Bereiche dominieren.
Ich bin nicht „ausgebrannt“ am Ende dieses Jahres. Aber ich spüre, dass ich im Alltag im kommenden Jahr mehr kleine Pausen möchte und mehr Raum für andere Themen, die mir wichtig sind – wie etwa Zeit mit Familie und Freunden, in der Natur und für Musik.
Falls du mir schon länger folgst, erinnerst du dich vielleicht, dass das Jahr 2025 das Jahr sein sollte, in dem ich mein 2. Musikalbum „richtig“ veröffentliche und mehr Musik mache. Das Album steht immer noch auf meiner Website, eine CD pressen zu lassen macht nach wie vor keinen Sinn und ist unglaublich teuer und Zeit für aktives Musizieren wie etwa einem Chor beizutreten, habe ich auch nicht gefunden – trotz mehrerer Anläufe.
Das ist sicher im ersten Jahr der Selbständigkeit völlig normal – als Achtsamkeits- und Resilienz-Coach weiß ich ja aber zu gut, dass freie Abende, Hobbies, Sozialleben und Wochenenden die Basis für ALLES sind. …
Vielleicht ist es ja das, was der kleine weiße Hund mir sagen will: Spiel mit mir!
Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
- Mut zur Lücke
- Umgang mit Unsicherheit
- (Self-)Leadership
- Ja zum Unperfekten
- Offenheit und Ausprobieren
- Unternehmerinnenmindset – Investitionsbereitschaft
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Dass ich …
- ziemlich gut mit Unsicherheit umgehen kann und mutiger bin, als ich wusste oder früher dachte.
- mein Wissen und die Erfahrung aus dem Corporate Settings in der Selbständigkeit zwar nutzen kann, aber nicht alles auf ein 1-Woman-Business übertragbar ist.
- meine neue berufliche Rolle als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Resilienz-Coach so vertraut und selbstverständlich finde, als würde ich das schon ewig machen.
- in 12 Monaten sehr viel bewegen kann, wenn ich dran bleibe – und zugleich locker.
- im unbekannten Terrain nicht mit den alten starren Methoden planen kann, sondern dass Ausprobieren und Flexibilität vieeeeel wichtiger sind, als ein „Businessplan“.
- meine lokale Praxis langsam aber beständig aufgebaut habe – und sie aktuell viel stärker ist als das, was ich mit viel Arbeit Online gemacht habe.
- meiner Intuition vertrauen kann – „trust your self“ war auch mein Jahresmotto 2025.
- mein Visionboard nun erneuern darf, weil vieles darauf erfüllt oder verwandelt ist.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht
- Alles, was mit einer Gründung zusammenhängt – dieses Jahr waren 365 Tage Neuland!
- ein kompletter beruflicher Identity-Shift
- angefangen, ein Sachbuch zu schreiben
- ein Vogelbaby auf der Strasse gefunden und zur Vogelrettung nach Rastatt gefahren
- gegoogelt, ob man einen Hund wirklich vegetarisch ernähren könnte / dürfte (Spoiler: Ja!)
- eine Messe mit eigenem Stand und Vortrag gebucht: Die Bühler Gesundheitstage im März 2025. In 2026 bin ich wieder dabei – mit einem Vortrag zum Thema Resilienz
- ein Interview zum Thema Resilienz für t3n gegeben
- Ein Podcastinterview als Gast geführt – beim Homöopathieexperten Marwin Zander. Die Veröffentlichung steht noch aus.
- einen YouTube-Kanal gestartet
- in meinem eigenen Namen und zu meinem Thema auf LinkedIn gepostet (… seit Mai mache ich das wöchentlich – vernetze dich hier gerne mit mir!)
- angefangen zu überlegen, ob ich einen Hund adoptieren will
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
- Meine ziemlich stabile Gesundheit
- Meine mentale Stärke und Intuition
- Meine Ideen und mein Mut
- Meine Familie & Freunde
- Mein Zuhause und meine schöne Heimat
- Meine Freiheit, beruflich das zu tun, was mir liegt
- Hilfreiche Menschen bei unerwarteten bürokratischen Hürden
- Zeit mit lieben Menschen
- Zeit in der Natur
- Vielfältige Inspirationen und Impulse
- Meinen japanischen Grüntee

Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?
Meine innere …
- Genau- und Weit-Vorausplanerin
- „Pressetante“ & videoscheue Ghostwritern
- Alles-Selbst-Macherin
Mein 2025 in Zahlen
- Anzahl kostenloser Erstgespräche: 31
- Anzahl Klient:innen-Sessions: rund 70 Stunden seit August
- Ausschreibung Achtsamkeits-Kurse und Seminare wie „Achtsame Auszeit“: 4 (davon kam aber nur einer zustande)
- Vorträge, Webinare & Workshops: 7
- März: Gesundheitstage Bühl & Webinar Resilienz
- April: Intuition im Business – TCS-Treffen in Stuttgart & Achtsamkeit im Alltag – Tag der offenen Praxen in der Kloster-Oase
- Mai: Webinar Intuition im Business für Gründerinnen
- September: Webinar Intuition im Beruf
- November: Resilienz im Alltag mit Achtsamkeit fördern – Frauengesundheitstage Offenburg
- Interviews, Gastbeiträge & Podcasts: 3 – ibaforum, t3n, Marwin Zander Podcast
- Newsletter-Leser:innen: aktuell 170 -> Abonniere meinen Newsletter gerne, um auch einmal die Woche von mir zu lesen
- LinkedIn-Kontakte: von 350 Kontakten im Mai auf jetzt FAST 2.000! -> Vernetze dich gerne mit mir, wenn du meine Impulse auch dort lesen magst.
- Instagram-Kontakte: 630 (Du noch nicht? -> dann gerne hier)
- Anzahl veröffentlichte Blogartikel: 27
- Anzahl unveröffentlichte Blogartikel: 4
- Gelesene / gehörte Bücher: 5
- Mental Health at Work – Nora Dietrich
- Kettensprenger – Ingo Hamm
- Brave new Work – Aaron Dignan
- Self Help – Gabrielle Bernstein
- Losing and Finding my Virginity – Richard Branson
- Gekaufte, angefangene oder nicht gelesene Bücher: Verrate ich nicht
- Geschriebene Bücher: ca. 25 %
- Reisen: 5 (Davos, Stuttgart, Sylt (2x) & Braunschweig)
- Adoptierte Hunde: Stand 31.12. = 0 (aber 2026 … wer weiß?)
Mein Ausblick auf 2026
Meine Ziele für 2026
- Mein Buchkonzept bis 15.1. einreichen – und in 2025 fertig schreiben und veröffentlichen
- Break-even und Gewinnzone erreichen
- Fortbildung Vagusnerv & Stimme machen
- in 10-20 Podcasts oder Magazinen Beiträge beisteuern – z. B. zu Leadership für stille Menschen, Selbstführung, Resilienz & Achtsamkeit. -> Wenn du ein thematisch passendes Medium hast und auf der Suche nach Gastbeiträgen bist: Melde dich gerne bei mir unter kontakt@cornelialichtner.de!
- Mich mehr bewegen – mit oder ohne Hund
- Mehrere Urlaube und Treffen mit Freunden & Familie
- Nicht zu viel planen und Ziele setzen, sondern Spielen und „Surfen“ mit den Wellen des Lebens
- Mein Motto für 2026: „break free“ – Genau, es geht ums Loslassen alter einschränkender Muster, aber auch um regelmäßige Pausen (breaks) für einen frischen, freien Geist!
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
- Coaching für Resilienz und Achtsamkeit – für Menschen mit viel beruflicher Verantwortung
- Heilpraxis für Psychotherapie (primär vor Ort in Bühl) – Einzelpersonen und Paartherapie
- Workshops, Vorträge und Seminare zu Achtsamkeit und Resilienz – auch für Firmen und Teams
-> Vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch.
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