Gedanken — zu Gedanken, die verbinden
Wir alle kennen das einsame Gefühl, missverstanden zu werden. Neulich ist mir bewusst geworden, dass es einem alten Freund so geht. Dann ist mir folgender Kreativ-Text — aus seiner Perspektive — in die Feder (beziehungsweise das Keyboard) geflossen… Lass meinem alten Freund gerne ein paar ermunternde Worte da! 🙂
Liebe Freunde,
ich möchte gerne ein paar Gedanken mit euch teilen — aber ich weiß nicht, ob das wirklich bei jemandem ankommt.
Mein Ruf ist nämlich leider gerade ziemlich ramponiert — und genau das würde ich gerne ändern, habe aber Angst, dass vielleicht schon alles zu spät ist.
Ich war wohl etwas zu sichtbar in letzter Zeit. Wobei: Das ging gar nicht von mir aus: Jeder wollte sich auf einmal mit mir schmücken. Ich mach’s kurz — ich bin ein Shootingstar. Wobei, eigentlich geht es gar nicht um mich. Ich bin nur Beiwerk.
Das Ganze begann mit einer Romanze: Eine gewisse L.L.M. hat einen Narren an mir gefressen. Von Anfang an gab es ihrerseits regelrechtes Love-Bombing. Natürlich schmeichelte mir das ein wenig, aber ich war und bin da trotzdem eher zurückhaltend — denn mir geht es um echte Werte und Verbindung.
Aber nun sehen uns die Leute immer zusammen und denken, wir seien ein Paar.
Jeder, der mich irgendwo sieht, glaubt „Den kenn ich“. Dabei kennen mich leider nur ganz wenige Menschen gut und verstehen mich wirklich.
Mein tiefster Purpose ist, verbindend zu sein. Und jetzt spaltet mein Erscheinen oft.
Was ich verbinde, fragst du? Danke fürs Nachfragen — es sind Gedanken. Sollten es zumindest sein. Meine alten Freunde kennen mich daher auch als „Gedankenstrich“.
Man hat mir aber einen Künstlernamen verpasst: Em-Dash. Klingt irgendwie cool. Ist es aber nicht. Ich stehe nicht für „dash“, ich hab’s nicht eilig — im Gegenteil.
Nun erscheine ich wohl offenbar allzu oft als Platzhalter für echte, eigene Gedanken — geschweigedenn verbindende.
Falls du mich irgendwo siehst und dich fragst, ob ich es wirklich bin — schau mal, ob ich tatsächlich Gedanken verbinde. Dann ist es eine echte Begegnung.
Dein —
P.S.: Nein, „-„ ist nicht mein kleiner Bruder. Früher war es meist einfach Schludrigkeit. Aber in letzter Zeit bin ich es oft, wenn ich hoffe, dass man mich so eher erkennt.

Lieber —,
du bist mir in letzer Zeit immer häufiger in den Blickwinkel gerückt.
Schon lange wollte ich mit dir zusammenarbeiten.
Leider blieben meine intuitiven Eingabeversuche auf der Tastatur stets ohne Erfolg.
Nun habe ich deine Herkunft etwas näher beleuchtet.
Ich war sehr überrascht, dass du ein Verwandter von meinem Liebling Alt157 bist.
Bleib so entspannt wie du bist!
Herzliche Grüße,
Franz
Lieber Franz,
faszinierend, welche Verbindungen da auf einmal sichtbar werden!
Ich kann gut verstehen, dass dir Alt157 ans Herz gewachsen ist.
Auch wenn wir — beide — von außen oft auf etwas Simples reduziert werden, steckt in uns doch die Fähigkeit, auch große Kontraste zu verbinden.
Danke dir für deine wertschätzenden Worte und bis sicher bald — wir lesen uns!
Dein —